Wer verbraucht was — und was liegt nur herum
Platten sind das Einzige an so einem Aufbau, das wirklich Geld kostet — und das Einzige, was irgendwann voll ist. Wer nachlegt, ohne zu wissen, wohin der Platz geht, bezahlt dieselbe Serie zweimal: einmal als Datei und einmal als Festplatte.
Deshalb hat Nexview einen eigenen Bereich für Zahlen, und darin zwei Ansichten. Die eine beschreibt den Betrieb: wer fragt an, was kommt an, wie zufrieden sind alle damit. Die andere beschreibt den Platz: was liegt seit Jahren da, ohne dass es noch jemand ansieht. Beide sieht, wer freigeben darf — Administratoren und Entscheider.
Sechs Zahlen, bevor man irgendetwas anklickt
Oben stehen die Kennzahlen: Anfragen insgesamt und von wie vielen Personen, wie viele davon fertig geladen sind, wie viele noch auf eine Entscheidung warten, und die Durchschnittsbewertung. Dazu zwei, die man sonst übersieht — Bewertungen mit zwei Sternen oder weniger, und geschriebene Rückmeldungen, auf die noch niemand geantwortet hat.
Darunter zwei Bilder: Anfragen je Monat, nach Filmen und Serien getrennt, und wie oft welche Sternzahl vergeben wurde. Das eine zeigt, ob der Betrieb wächst; das andere, ob die Titel ankommen.
Und dann der belegte Platz je Person. Das ist die Zahl, um die es eigentlich geht: nicht wie viel frei ist, sondern wem die belegten Gigabyte zuzurechnen sind. Was niemandem gehört, steht als Hausbestand daneben — Titel, die für alle da sind oder deren Konto es nicht mehr gibt.
Wer anfragt, wer belegt, wer zufrieden ist
Eine Zeile je Konto: Anfragen, die Aufteilung in Filme und Serien, wie viele davon fertig wurden, die Erfolgsquote, beide Kontingente, der belegte Platz gegen die Grenze und die durchschnittliche Bewertung.
Die Erfolgsquote ist die Spalte, die am meisten erklärt. Wer viel anfragt und wenig bekommt, hat entweder Geschmack für Titel, die es nicht als Datei gibt, oder er stößt dauernd an eine Grenze. Beides sieht man sonst erst, wenn sich jemand beschwert.
Ein überzogenes Konto steht in Rot — hier 71 von 50 GB. Das ist keine Strafe und keine Sperre, die Zahl steht einfach da. Was daraus folgt, entscheidet der Mensch, der die Seite ansieht.
Was ungenutzt herumliegt
Die zweite Ansicht dreht die Frage um: nicht, wer etwas geholt hat, sondern was davon niemand mehr ansieht. Größter Brocken zuerst — beim Aufräumen zählt nicht die Zahl der Titel, sondern der Platz, den sie belegen.
Ein Titel steht nur dann in der Liste, wenn ihn im gewählten Zeitraum niemand angesehen hat und er mindestens so lange schon liegt. Der Zeitraum ist wählbar: drei, sechs, zwölf oder vierundzwanzig Monate. Was gerade erst geladen wurde, taucht deshalb nicht auf — sonst stünde jede Neuanschaffung sofort auf der Liste.
Je Zeile: Größe, wann er zuletzt gesehen wurde, seit wann er liegt, wer ihn gesehen hat, wem er zugerechnet ist, und wie er bewertet wurde. Serien stehen staffelweise da, nicht als ein Posten — aufgeräumt wird schließlich auch staffelweise.
Löschen mit Frist statt auf Zuruf
Zwei Wege stehen im Dialog nebeneinander: sofort löschen, oder mit vierzehn Tagen Frist. Die Frist ist der eigentliche Vorschlag, und sie ist mehr als eine Wartezeit.
In diesen vierzehn Tagen steht der Titel für alle sichtbar auf der Startseite, jeder Verbundene bekommt eine Meldung — und wer ihn in der Zeit ansieht, hebt die Löschung damit auf. Ohne Knopf, ohne Widerspruch, ohne dass jemand darum bitten muss. Wer das Ergebnis vorher kennt, spart sich die Debatte.
Gelöscht wird über Radarr und Sonarr, nicht an ihnen vorbei. Ist dort ein Papierkorb eingerichtet, landet die Datei zuerst darin; ohne einen ist sie sofort und endgültig weg. Das steht im Dialog, bevor man drückt — nicht in einer Anleitung, die man hinterher liest.
Was Nexview nicht wissen kann
„Zuletzt gesehen“ ist nur so gut wie die verbundenen Konten. Die Sehdaten kommen vom Medienserver. Wer keinen verknüpft hat, taucht in dieser Rechnung nicht auf — was er ansieht, weiß Nexview schlicht nicht. Die Liste sagt das ungefragt: Über der Tabelle steht, von wie vielen der vorhandenen Konten die Sehdaten stammen und welche fehlen. Ohne diesen Satz sähe eine halbe Wahrheit aus wie eine ganze.
Und manchmal weiß Nexview, dass jemand etwas gesehen hat, aber nicht wann — Medienserver führen beides getrennt, und ein gekürzter Verlauf lässt den Zähler stehen und den Zeitpunkt verschwinden. In der Zeile steht dann nicht „nie“, sondern „gesehen – wann, ist unbekannt“. Solche Posten bleiben in der Liste und werden über der Tabelle mitgezählt: Sie herauszunehmen hieße, gerade die ältesten zu verstecken.
„Liegt seit“ kommt aus Radarr und Sonarr, nicht von Nexview — es ist das Datum, an dem die Datei dort angelegt wurde. Posten, für die es noch fehlt, werden übergangen und darüber gezählt, statt sie stillschweigend wegzulassen. Der Abgleich läuft stündlich und trägt es nach.
Und beide Ansichten sehen nur die eigene Bibliothek, nicht die Festplatte. Was außerhalb von Radarr und Sonarr liegt — von Hand kopierte Dateien, ein zweiter Ordner, alte Sicherungen —, zählt hier nicht mit. Die Zahlen beschreiben, was Nexview verwaltet, und geben nicht vor, den Datenträger zu kennen.