Aufs Telefon statt ins Postfach
Der Grund, warum Anfragen liegenbleiben, ist selten Unwille, es ist schlicht, dass niemand nachsieht. Nexview kann Bescheid sagen, sobald etwas wartet: auf dem Telefon, in Sekunden, mit Poster und einem Verweis direkt auf die Freigabeliste.
Web Push aufs eigene Handy
Seit 0.31.0 braucht es für Meldungen aufs eigene Gerät keinen Betreiber mehr. Unter Profil → Benachrichtigungen → Web Push erlaubt jeder in seinem Browser Meldungen, und dieses Gerät bekommt ab dann, was ihn angeht, auch bei geschlossenem Nexview: der Titel ist da, die Anfrage ist entschieden, ein Kind wünscht sich etwas.
Welche Meldungen ankommen, entscheiden dieselben Haken wie bei der E-Mail, für das Konto und damit auf allen Geräten gleich. Jedes Gerät steht danach in einer Liste mit dem letzten Zustellversuch, und eine Probemeldung zeigt sofort, ob wirklich etwas ankommt.
Die Meldungen sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und mit einem Schlüssel unterschrieben, den deine Installation einmal erzeugt. Sie laufen über den Push-Dienst des Browsers, also über Google, Mozilla oder Apple, und der sieht nur, dass etwas ankommt, nicht was. Web Push braucht https. Auf dem iPhone muss Nexview vorher auf dem Home-Bildschirm liegen, und die Seite sagt an jedem Gerät, was noch fehlt.
Von ntfy bis Apprise
Ein Administrator richtet die Dienste einmal ein. Es sind gemeinsame Postfächer der ganzen Installation, bewusst getrennt von der Glocke und der persönlichen Mailadresse, die jeder in seinem Profil selbst einstellt.
ntfy und Gotify kannst du selbst betreiben, Telegram läuft über einen eigenen Bot, und für Discord genügt die Webhook-Adresse eines Kanals, dort erscheinen die Meldungen als farbige Karte mit Poster. Wer nichts davon will, nimmt E-Mail, oder gar nichts, dann bleibt es bei der Glocke.
Dazu kommen zwei Anschlüsse für alles Übrige: ein freier Webhook und Apprise. Beide stehen weiter unten. Und was dann noch fehlt, gehört auf die Vorschlagsliste, die bisherigen Kanäle sind so entstanden.
Verbindung oben, Postfächer darunter
Dienste mit zwei Ebenen bekommen auch zwei: ein ntfy-Server trägt beliebig viele Themen, ein Telegram-Bot beliebig viele Chats. Die Verbindung wird einmal hinterlegt, Adresse, Token, und die Postfächer darunter wählen selbst, worüber sie Bescheid bekommen.
Je Postfach lässt sich einstellen: Sprache, ein Kanal auf Deutsch, ein zweiter auf Englisch, Dringlichkeit von leise bis hoch, und die Ereignisse.
Sechs stehen zur Wahl: Anfrage wartet auf Freigabe, fertig geladen, entschieden (freigegeben oder abgelehnt), storniert, neues Ticket und Rückmeldung zu einem Titel.
So kann ein Kanal nur die Freigaben melden, während ein zweiter alles mitbekommt, was fertig wird, ohne dass jemand zwei Bots einrichten muss. Und ein Kanal für die Familie meldet nur Fertiges, während der Betreiber-Kanal auch Tickets sieht.
Webhook: an alles, was zuhört
Statt an einen bestimmten Dienst schickt Nexview jede Meldung als POST mit festem JSON an eine Adresse deiner Wahl. Optional mit einem Authorization-Kopf, falls die Gegenstelle einen verlangt.
Gedacht ist das für alles, was sich selbst anschließen lässt: Home Assistant, n8n, Node-RED oder ein eigenes Skript, das drei Zeilen lang ist und genau eine Sache tut.
Der Aufbau der Nachricht bleibt gleich, egal welches Ereignis sie auslöst, wer sie auswertet, muss also nicht für jeden Fall etwas anderes bauen.
Apprise, und damit fast alles
Apprise ist ein eigenes Projekt, das Meldungen an über hundert Dienste weiterreicht: Signal, Matrix, SMS, Pushover, Slack und viele mehr. Betreibst du eine Apprise-API selbst, hängt Nexview sich mit Adresse und Konfigurations-Schlüssel daran.
Der Punkt dabei ist, was Nexview nicht erfährt: Die Zugangsdaten der Zieldienste bleiben im Apprise-Server. Nexview kennt nur die Adresse und den Schlüssel, nicht dein Signal-Konto und nicht deinen Slack-Token.
Das ist der Kanal, den vergleichbare Werkzeuge nicht haben. Wer seine Meldungen über Signal oder Matrix bekommen will, muss anderswo warten, bis jemand genau diesen Dienst einbaut.
Ein vierstelliger Code entscheidet
Ein HTTP 200 von einem Push-Dienst heißt nur angenommen, nie angekommen. Ein falsch geschriebenes Thema, eine App ohne Abonnement, eine stummgeschaltete Meldung, alles wird freundlich quittiert, und auffallen würde es erst Wochen später, wenn die erste echte Nachricht ausbleibt.
Deshalb trägt die Testnachricht einen vierstelligen Code, und speichern darf nur, wer ihn zurücktippen kann. Beim Einrichten von ntfy oder Telegram entstehen Verbindung und erstes Postfach so in einem bestätigten Schritt.
E-Mail-Ziele überspringen den Code bewusst: hinter einem Sammelpostfach oder einer Automatik sitzt womöglich niemand, der ihn lesen könnte.
Was passiert, wenn es klemmt
Unter den Kanälen liegt ein eigener Ausgang mit eigenem Takt: alle zehn Sekunden, statt der zwei Minuten des übrigen Abgleichs. Drei Versuche je Nachricht; danach bleibt der letzte Fehler an der Kachel sichtbar, statt still verschluckt zu werden.
Und es wird eine Nachricht je Ereignis und Postfach verschickt, nicht je Empfänger. Eine Anfrage, auf die drei Administratoren schauen, meldet sich einmal, nicht dreimal.
Die persönlichen Wege bleiben davon unberührt: Die Glocke in der Anwendung, die eigene Mailadresse und Web Push stellt jeder in seinem Profil ein, je Ereignis einzeln. Die hier beschriebenen Kanäle sind das, was die Installation meldet, nicht das, was eine einzelne Person bekommt.