Aufs Telefon statt ins Postfach
Der Grund, warum Anfragen liegenbleiben, ist selten Unwille — es ist schlicht, dass niemand nachsieht. Nexview kann Bescheid sagen, sobald etwas wartet: auf dem Telefon, in Sekunden, mit Poster und einem Verweis direkt auf die Freigabeliste.
ntfy, Gotify, Telegram und E-Mail
Ein Administrator richtet die Dienste einmal ein. Es sind gemeinsame Postfächer der ganzen Installation — bewusst getrennt von der Glocke und der persönlichen Mailadresse, die jeder in seinem Profil selbst einstellt.
ntfy und Gotify kannst du selbst betreiben, Telegram läuft über einen eigenen Bot. Wer nichts davon will, nimmt E-Mail — oder gar nichts, dann bleibt es bei der Glocke.
Weitere Dienste sollen folgen, Discord zum Beispiel. Was dazukommt, richtet sich danach, was gewünscht wird — der Weg dafür führt über die Vorschläge auf GitHub.
Verbindung oben, Postfächer darunter
Dienste mit zwei Ebenen bekommen auch zwei: ein ntfy-Server trägt beliebig viele Themen, ein Telegram-Bot beliebig viele Chats. Die Verbindung wird einmal hinterlegt — Adresse, Token —, und die Postfächer darunter wählen selbst, worüber sie Bescheid bekommen.
Je Postfach lässt sich einstellen: Sprache — ein Kanal auf Deutsch, ein zweiter auf Englisch —, Dringlichkeit von leise bis hoch, und die Ereignisse.
Sechs stehen zur Wahl: Anfrage wartet auf Freigabe, fertig geladen, entschieden (freigegeben oder abgelehnt), storniert, neues Ticket und Rückmeldung zu einem Titel.
So kann ein Kanal nur die Freigaben melden, während ein zweiter alles mitbekommt, was fertig wird — ohne dass jemand zwei Bots einrichten muss. Und ein Kanal für die Familie meldet nur Fertiges, während der Betreiber-Kanal auch Tickets sieht.
Ein vierstelliger Code entscheidet
Ein HTTP 200 von einem Push-Dienst heißt nur angenommen, nie angekommen. Ein falsch geschriebenes Thema, eine App ohne Abonnement, eine stummgeschaltete Meldung — alles wird freundlich quittiert, und auffallen würde es erst Wochen später, wenn die erste echte Nachricht ausbleibt.
Deshalb trägt die Testnachricht einen vierstelligen Code, und speichern darf nur, wer ihn zurücktippen kann. Beim Einrichten von ntfy oder Telegram entstehen Verbindung und erstes Postfach so in einem bestätigten Schritt.
E-Mail-Ziele überspringen den Code bewusst: hinter einem Sammelpostfach oder einer Automatik sitzt womöglich niemand, der ihn lesen könnte.
Was passiert, wenn es klemmt
Unter den Kanälen liegt ein eigener Ausgang mit eigenem Takt: alle zehn Sekunden, statt der zwei Minuten des übrigen Abgleichs. Drei Versuche je Nachricht; danach bleibt der letzte Fehler an der Kachel sichtbar, statt still verschluckt zu werden.
Und es wird eine Nachricht je Ereignis und Postfach verschickt, nicht je Empfänger. Eine Anfrage, auf die drei Administratoren schauen, meldet sich einmal — nicht dreimal.
Die persönlichen Wege bleiben davon unberührt: Die Glocke in der Anwendung und die eigene Mailadresse stellt jeder in seinem Profil ein, je Ereignis einzeln. Die hier beschriebenen Kanäle sind das, was die Installation meldet — nicht das, was eine einzelne Person bekommt.