Wer darf was — und wie viel
Sobald mehr als eine Person mitmacht, wird aus einer netten Oberfläche eine Frage der Absprache: Darf jeder alles anfragen? Was, wenn jemand an einem Abend dreißig Serien einträgt? Nexview beantwortet das mit drei Rollen, Kontingenten und Freigaben — einzeln einstellbar, ab Werk vorsichtig.
Administrator, Entscheider, Benutzer
Der Administrator richtet ein und verwaltet: Dienste, Konten, Kontingente. Der Entscheider darf ausschließlich Anfragen freigeben, ablehnen und abbrechen — sonst nichts. Der Benutzer stöbert und fragt an.
Diese Trennung ist der eigentliche Punkt: Wer beim Freigeben helfen soll, braucht dafür keinen Zugriff auf deine Radarr-Schlüssel. Ein Entscheider sieht die Einstellungen gar nicht erst.
Neue Konten entstehen über eine Einladung per E-Mail. Der Eingeladene wählt Benutzername, Anzeigename und Passwort selbst; die Einladung gilt sieben Tage. Du legst nur Adresse und Rolle fest — alles Weitere stellst du danach am Konto ein.
Kontingente je Zeitraum
Je Konto lässt sich festlegen, wie viele Filme und wie viele Serien darin liegen dürfen — pro Tag, pro Woche oder pro Monat. Filme und Serien zählen getrennt, weil eine Serie mit acht Staffeln etwas anderes ist als ein Film.
Unter den Feldern steht, was im laufenden Zeitraum schon verbraucht ist. Der Anfragende sieht dasselbe in Meine Anfragen, bevor er klickt — nicht erst danach als Absage.
Wird eine Anfrage storniert, wird ihr Platz im Kontingent wieder frei. Das ist keine Kleinigkeit: Sonst würde ein Fehlgriff jemanden für den Rest der Woche sperren.
Automatische Freigabe
Wem du vertraust, dem schaltest du die automatische Freigabe ein: Seine Anfrage geht sofort an Radarr oder Sonarr, ohne Umweg über dich. Getrennt für Filme und Serien — und getrennt für 4K, weil das noch einmal eine andere Größenordnung ist.
Bei Administratoren und Entscheidern ist das ohnehin immer an; die Schalter stehen dort grau da, statt so zu tun, als hätten sie eine Wirkung.
Und es gibt einen dritten Weg: Du kannst festlegen, dass der Entscheider den Zielordner wählt — dann trägt der Anfragende gar kein Ziel ein, sondern nur den Wunsch, und du entscheidest beim Freigeben, wohin er geht.
Zwei Arten zu sperren
Gesperrte Qualitätsprofile gelten je Konto und je Instanz: Wer kein 2160p anfragen darf, sieht das Profil nicht in der Auswahl. Kein Haken heißt: alle Profile stehen offen.
Die Sperrliste ist etwas anderes. Sie betrifft einzelne Titel, gilt für alle und wirkt anders herum: Der Titel bleibt sichtbar, lässt sich aber nicht anfragen. Das ist der Unterschied zum Jugendschutz, der Titel gar nicht erst zeigt.
Warum sichtbar? Weil ein verschwundener Titel Rückfragen erzeugt („warum finde ich das nicht?“), ein gesperrter dagegen eine Antwort gibt.