Im Alltag · Kapitel 6
Freigaben.
Eine Anfrage geht erst an nexcrate, Radarr oder Sonarr, wenn sie freigegeben ist. Ab Werk landet sie dafür bei dir. Wem du vertraust, dem schaltest du die automatische Freigabe ein, und Entscheider helfen dir beim Rest, ohne je an deine Schlüssel zu kommen. Dieses Kapitel zeigt beide Wege und die Liste, in der entschieden wird.
Von Hand entscheiden
Ohne automatische Freigabe steht eine neue Anfrage zunächst auf „Wartet auf Freigabe“. Sie erscheint unter „Alle Anfragen“, das sehen Administratoren und Entscheider. Oben stehen Filter: „Wartet auf Freigabe“, „Zurückgestellt“, „Rückmeldungen“, „Alle“ und die Zustände danach, bis „Fehlgeschlagen“. Die Anfragen stehen nach Person gruppiert, mit dem verbrauchten Speicher der Person darunter.

- „Freigeben“ übergibt die Anfrage an den Weg, der beschafft. Vorher passiert dort nichts. Bei mehreren wartenden Anfragen einer Person gibt es „Alle … freigeben“.
- „Ablehnen“ fragt nach einer Begründung, die der Anfragende sieht. Sie ist freiwillig. Mit „Titel auf die Sperrliste setzen“ sperrst du den Titel gleich mit. Er bleibt sichtbar, trägt aber das Abzeichen „Gesperrt“, und du nimmst das jederzeit unter „Einstellungen › Sperrliste“ zurück.
- Wünsche von Kindern tragen den Hinweis „Aus einem Wunsch von …“. Das Kapitel Kinderkonten beschreibt, wie sie dorthin kommen.
- „Gegen eine Regel“ kennzeichnet Anfragen, die eine Regel abgelehnt hatte und die der Anfragende trotzdem gestellt hat. Mehr im Kapitel Regeln.
- Streaming-Hinweis. Kann die Person den Titel schon über einen Streaming-Dienst sehen, steht das an der Anfrage, damit du es beim Entscheiden weißt.
Wenn das Konto schon voll ist
Zählt ein Konto nach Speicherplatz und liegt über seiner Grenze, warnt Nexview vor der Freigabe: „Das Konto ist schon voll“, mit dem Verbrauch, der Grenze und dem, was darüber liegt. Dann stehen „Zurückstellen“, „Trotzdem freigeben“ und „Ablehnen“ zur Wahl. Zurückstellen ist meist das Richtige: Die Anfrage bleibt für beide sichtbar, niemand muss neu fragen, und der Titel ist trotzdem für andere frei. Mehr dazu im Kapitel Kontingente und Speicher.
Von selbst durchlassen
Wem du vertraust, dem schaltest du die automatische Freigabe ein. Seine Anfrage geht dann ohne Umweg an nexcrate, Radarr oder Sonarr. Du stellst sie je Konto ein, unter „Einstellungen › Benutzer“ mit „Bearbeiten“, und zwar getrennt:
- Filme und Serien. „Filme automatisch freigeben“ und „Serien automatisch freigeben“ sind zwei Schalter.
- 4K. Mit Radarr und Sonarr gibt es dazu „4K ohne Freigabe“, weil 4K noch einmal eine andere Größenordnung ist. Mit nexcrate steht an jeder Fassung ein eigener Schalter, etwa „Full-HD ohne Freigabe“.
Bei Administratoren und Entscheidern ist die Freigabe ohnehin immer an. Die Schalter stehen dort grau da, statt so zu tun, als hätten sie eine Wirkung. Die Vorgabe für neue Konten legst du beim Einladen fest, im Schritt „Rechte“.
Zwischen diesen beiden Wegen sitzen die Regeln. Sie entscheiden vor dem Schalter am Konto: eine Regel kann eine Anfrage sofort freigeben oder ablehnen, ganz gleich, wie das Konto eingestellt ist. Was keine Regel übergeht, sind der Altersfilter, die Entscheidung der Eltern und das Kontingent des Anfragenden.
Profil und Zielordner beim Entscheider
Mit Radarr und Sonarr kannst du unter „Einstellungen › Dienste“ festlegen, dass der Entscheider Profil und Zielordner bei der Freigabe wählt („Der Entscheider wählt bei der Freigabe“). Der Anfragende trägt dann nur den Wunsch ein. Das passt zu Mediatheken, die in mehrere Ordner sortiert sind, etwa nach Genre. Eine Folge davon: Jede solche Anfrage wartet auf eine Freigabe, die automatische greift für diesen Dienst nicht, denn die Anfrage wäre unvollständig. Beim Freigeben wählst du beides, und der Knopf heißt „Freigeben und übergeben“. Mit nexcrate gibt es diese Wahl nicht, Profile und Ordner liegen dort.
Wer was sieht
Ein Entscheider darf Anfragen freigeben, ablehnen und abbrechen, und sonst nichts. Er sieht die Einstellungen nicht und kommt nie an deine Schlüssel. Welche Rollen es gibt, steht im Kapitel Konten und Rollen. Wer bei „Alle Anfragen“ nichts findet, sieht „Aktuell wartet nichts auf deine Freigabe.“ Wartet etwas auf eine Entscheidung, meldet das die Glocke, und der Anfragende erfährt es ebenso, wenn entschieden ist. Die Kanäle dafür stehen im Kapitel Benachrichtigungen.
Was nach der Freigabe passiert
Nach der Übergabe fragt Nexview regelmäßig nach, was aus dem Titel geworden ist, und schreibt den Zustand fort. Deshalb wechselt eine Kachel von selbst auf „Bereits geladen“. Eine Zeitüberschreitung heißt nur, dass die Antwort ausblieb, nicht, dass die Anfrage nicht angekommen ist, solche Fälle bleiben auf „Freigegeben“ stehen und klären sich im nächsten Durchlauf. Ein Titel, der fehlgeschlagen, abgelehnt oder wieder gelöscht wurde, lässt sich erneut anfragen.
Stornieren löscht wirklich: Wird eine laufende Anfrage abgebrochen, entfernt Nexview den Titel samt geladener Dateien und hält auch den Download an. Mit nexcrate gehen die Dateien in dessen Papierkorb und lassen sich von dort zurückholen. Das Kontingent des Anfragenden wird dabei wieder frei.
Als Nächstes folgen die Regeln, die vor der Freigabe entscheiden: Regeln.