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NEXVIEW

Fragen und Antworten

Was du wissen willst, bevor du loslegst.

Wer seinem Haushalt eine neue Anlaufstelle für Filme und Serien hinstellt, hat Fragen. Hier stehen die Antworten, auch die, die „nein“ lauten. Was sich nicht in einem Absatz erklären lässt, steht auf den Seiten, auf die die Antworten verweisen.

Grundsätzliches.

Was ist Nexview?

Eine Eingangstür für euer Heimkino. Nexview zeigt Neuerscheinungen von TMDB, markiert auf jedem Plakat, was schon in eurer Bibliothek liegt, und gibt Anfragen an das weiter, was bei euch beschafft: an nexcrate, oder an Radarr für Filme und Sonarr für Serien. Jede Person hat ein eigenes Konto, mit Rollen, Freigaben und Kontingenten. Es läuft als ein Docker-Container auf deinem eigenen Server und spricht Deutsch und Englisch, auch bei Filmtiteln und Beschreibungen. Einen Überblick gibt die Seite Funktionen.

Was kostet Nexview?

Nichts. Nexview steht unter der AGPL-3.0, ist quelloffen und kostenlos, und du betreibst es selbst. Du brauchst einen Rechner, auf dem Docker läuft, und einen kostenlosen TMDB-Schlüssel. Was ein Usenet-Anbieter oder ein Indexer kostet, den du hinter Radarr, Sonarr oder nexcrate betreibst, regelst du mit denen.

Lädt Nexview selbst Filme herunter oder speichert sie?

Nein. Nexview lädt nichts herunter und speichert keine Filme. Es spricht mit Programmen, die das können, und ist die Tür zu dem, was bei dir schon läuft. In der Datenbank liegen nur Konten, Einstellungen und Anfragen. Wer beschafft, steht unter nexcrate oder Radarr und Sonarr.

Brauche ich einen TMDB-Schlüssel?

Zum Ausprobieren nicht: Ohne Schlüssel startet Nexview im Demo-Modus mit erfundenen Titeln, du kannst dich also erst umsehen. Zum Anfragen brauchst du ihn, weil TMDB alles liefert, was du siehst: Titel, Poster, Beschreibungen, Besetzungen und Termine. Der Schlüssel ist kostenlos und wird beim Eintragen gleich geprüft. Die Schritte stehen im Kapitel Erster Start.

Läuft Nexview auch ohne Medienserver?

Ja, der Einrichtungsassistent fragt gar nicht danach. Verbindest du Plex, Jellyfin oder Emby, auch mehrere zugleich, kommen die Anmeldung mit dem Konto des Servers, der Hinweis in der Bibliothek für Titel, die nie über Radarr oder Sonarr kamen, und der Gesehen-Stand dazu. Die Merkliste gibt es nur bei Plex. Entdecken, Anfragen, Freigaben, Kalender und Benachrichtigungen laufen ohne Medienserver unverändert. Mehr unter Medienserver.

nexcrate oder Radarr und Sonarr.

Was ist nexcrate, und brauche ich es?

nexcrate ist ein eigenes, quelloffenes Projekt aus derselben Werkstatt: Es holt Filme, Serien und Musik in einer App und führt mehrere Fassungen je Titel, etwa Full-HD und 4K. Mit nexcrate hat Nexview eine Verbindung statt bis zu vier, und Qualitätsprofile, Benennung, Ordner und Papierkorb liegen in nexcrate. Du brauchst es nicht: Wer bei Radarr und Sonarr bleiben will, bleibt dabei. Alles zum Zusammenspiel steht auf der Seite Mit nexcrate.

Kann ich bei Radarr und Sonarr bleiben?

Ja. Der Radarr-Betrieb ist kein Auslaufmodell. Alles, was Nexview mit Radarr und Sonarr kann, bleibt: der Qualitäts-Assistent, die Benennung, die Webhooks und die Wahl von Ordner und Profil beim Anfragen oder Freigeben. Radarr holt Filme, Sonarr Serien, Nexview reicht die Anfragen weiter.

Kann ich nexcrate für Filme und Radarr für Serien nehmen?

Nein, einen Mischbetrieb gibt es nicht. Beim Einrichten fragt der Assistent gleich nach dem TMDB-Schritt, wer beschafft, und die Antwort gilt für Filme und Serien zugleich.

Kann ich später wechseln?

Ja. Unter „Einstellungen › Dienste“ gibt es den Reiter „Umstieg auf nexcrate“: erst die Zahlen, dann verbinden, dann ordnest du jeder bisherigen Fassung eine aus nexcrate zu. Nexview prüft vorher, ob nexcrate die Titel kennt, an denen Anfragen, Speicherposten und Rechte hängen, und legt eine Sicherung an, die der einzige Weg zurück ist. Das Umschalten läuft in einer Transaktion: Scheitert etwas, hat sich nichts geändert. Die Schritte stehen im Kapitel nexcrate oder Radarr und Sonarr.

Geht 4K?

Ja, auf beiden Wegen. Mit Radarr und Sonarr trägst du je eine zweite Instanz für 4K ein, mit eigenen Ordnern, Profilen und Rechten je Person; erst dann erscheint überhaupt ein 4K-Schalter. Mit nexcrate ist 4K eine Fassung wie Full-HD, und zu jeder Fassung gibt es zwei Schalter: ob sie für alle offen ist und wer sie sonst anfragen darf. Eine neue Fassung in nexcrate bleibt gesperrt, bis du sie freigibst.

Woran sehe ich, warum etwas nicht ankommt?

Mit nexcrate trägt jede Titelseite eine Zeile je Fassung: ist da, wird geladen, nichts gefunden, das zum Profil passt, noch nicht erschienen, oder wartet eine Frist ab. Mit Radarr und Sonarr zeigt die Seite Downloads jeden hängenden Import mit dem Grund in klaren Worten und mit passenden Knöpfen. Außerdem meldet das Admin-Dashboard von sich aus Anfragen, die länger als vierzehn Tage auf „Wird gesucht“ stehen, ohne dass etwas in der Warteschlange liegt. Mehr auf den Seiten Mit nexcrate und Überblick.

Muss ich Indexer und Download-Programme in Nexview eintragen?

Nein. Nexview kennt weder Indexer noch Download-Programme. Beides gehört zu Radarr und Sonarr oder zu nexcrate, Nexview sieht nur, was dort geschieht. Was du in Nexview einträgst, steht im Kapitel Dienste und Bewertungen.

Familie und Kinder.

Wie funktioniert ein Kinderkonto?

Ein Elternteil legt es in seinem Profil unter „Kinder“ an: Benutzername, Passwort, Alter bis 16, die Rubriken, die das Kind sehen darf, ob Trailer erlaubt sind, und die Sprache. Eine E-Mail-Adresse braucht es nicht. Das Kind bekommt eine eigene, einfache App mit drei Zielen, Entdecken, Suchen und Wünsche, nicht ein abgespecktes Nexview. Vergisst es sein Passwort, setzt das Elternteil ein neues. Mehr im Kapitel Kinderkonten.

Was ist der Unterschied zwischen Wunsch und Anfrage?

Ein Kind fragt nicht an, es wünscht sich etwas. Der Wunsch kostet nichts, reserviert nichts, und der Betreiber sieht ihn nie. Erst wenn das Elternteil freigibt, legt Nexview eine gewöhnliche Anfrage auf dessen Namen an, mit dessen Kontingent und dessen üblichem Freigabeweg. Lehnt das Elternteil ab, kann es einen Satz dazuschreiben, den das Kind unter dem Titel liest.

Reicht ein Kinderkonto als Jugendschutz?

Es macht die Auswahl kleiner und die Entscheidung sichtbar, mehr verspricht es nicht. Es wirkt nur in Nexview: Wer denselben Medienserver direkt öffnet, sieht dort alles, was darauf liegt. Die Altersangaben kommen von TMDB und können fehlen oder falsch sein; Titel ganz ohne Altersfreigabe bleiben bei Kindern verborgen. Mit der Vorschau siehst du, was bei deinem Kind tatsächlich ankommt. Das Recht, Kinderkonten anzulegen, vergibt der Betreiber je Person, ab Werk ist es aus. Ausführlich auf der Seite Kinderkonten.

Wie bringe ich meine Leute hinein?

Per Einladung: Ein Assistent fragt nach der Mailadresse, nach Rolle, Kontingenten, 4K und danach, ob die Person die Hausordnung sieht. Der Link geht an die Adresse, gilt sieben Tage und funktioniert einmal. Dafür braucht es einen Mailserver. Wer einen Plex-Server verbunden hat, kommt auch ohne Einladung hinein: Ab Werk legt Nexview für jede unbekannte Plex-Anmeldung ein Konto an, ohne automatische Freigabe, und das lässt sich abschalten. Bestehende Konten von Plex, Jellyfin oder Emby übernimmst du in einem Zug. Siehe Konten und Rollen.

Kann jemand beim Freigeben helfen, ohne an meine Schlüssel zu kommen?

Ja, dafür gibt es die Rolle Entscheider. Sie darf Anfragen freigeben, ablehnen und abbrechen, sonst nichts, und sieht die Einstellungen gar nicht. Daneben gibt es Administrator und Benutzer. Mehr auf der Seite Freigaben.

Was, wenn jemand an einem Abend dreißig Serien einträgt?

Dafür gibt es Kontingente und Regeln. Ein Kontingent zählt je Tag, Woche oder Monat die Titel oder den belegten Speicherplatz in Gigabyte, und beides gilt zugleich. Ab Werk ist niemand begrenzt. Regeln entscheiden vor der Freigabe: Bedingungen wie Genre, Bewertung, Anzahl Stimmen, Altersfreigabe oder Laufzeit, dazu eine Folge, sofort freigeben oder ablehnen, mit Begründung. Die erste passende Regel gewinnt. Das Kontingent des Anfragenden, den Altersfilter und die Entscheidung der Eltern kann keine Regel übergehen. Siehe Regeln und Speicher.

Wie erfahren die Leute, dass ein Titel da ist?

Über die Glocke in der App, auf Wunsch per Mail, und per Web Push aufs eigene Handy, auch bei geschlossenem Nexview. Web Push braucht https; auf dem iPhone muss Nexview vorher auf dem Home-Bildschirm liegen. Für die ganze Installation kommen ntfy, Gotify, Telegram, Discord, ein Webhook, Apprise und E-Mail dazu. Was beim Betreiber ankommt, wählst du je Postfach. Siehe Benachrichtigungen.

Betrieb und Sicherheit.

Was braucht der Rechner, und gibt es Nexview für Unraid und TrueNAS?

Docker mit Compose auf Intel, AMD oder ARM. Nexview ist ein einziger Container, in dem die Schnittstelle und die Oberfläche zusammen laufen, mit einer Datenbank als Datei. Es läuft auf einer Synology, einem Raspberry Pi oder einem gewöhnlichen Rechner. Auf Unraid findest du es in den Community Applications, auf TrueNAS im Community-Katalog der Apps. Die Compose-Datei und alle Variablen stehen unter Selbst hosten.

Wo liegen meine Daten, und wie sichere ich sie?

Alles liegt im Ordner, den du als /data einbindest: die Datenbank, der Schlüssel secret.key, Profilbilder und die Bilder der Hausordnung. Mit dem Schlüssel sind deine Zugänge zu TMDB, Radarr, Sonarr und dem Mailserver verschlüsselt. Unter „Einstellungen › System › Sicherungen“ legt Nexview ab Werk wöchentlich eine Sicherung an, und „Herunterladen“ macht daraus ein ZIP mit AES-Verschlüsselung und einem Passwort, das du wählst. Auf einer frischen Installation fragt der Assistent als Erstes, ob du aus einer Sicherung wiederherstellen willst. Siehe Sicherungen und Updates.

Wie aktualisiere ich Nexview, und komme ich zurück?

Mit docker compose pull und docker compose up -d. Ändert die neue Fassung die Datenbank, legt Nexview vorher selbst eine Kopie an und behält die fünf neuesten. Zurück geht es nicht, indem du einfach das ältere Abbild startest: Eine ältere Fassung kann nicht lesen, was die neuere geschrieben hat. Der Weg zurück ist die Kopie, die vor dem Update entstanden ist; die Schritte stehen in der README und im Kapitel Sicherungen und Updates. In „Über Nexview“ steht, wenn eine neuere Fassung erschienen ist, die Release-Notizen liegen bei GitHub.

Wie melden sich die Leute an?

Mit Passwort, mit dem Konto des Medienservers (Plex, Jellyfin, Emby) oder über einen Anmeldedienst, der OpenID Connect spricht, etwa authentik, Microsoft Entra ID, Keycloak, Authelia, Pocket ID, Zitadel oder Google. Mehrere Anbieter nebeneinander gehen, je Anbieter ein Knopf. authentik richtet Nexview auf Wunsch in einem Schritt ein. Erkannt wird ein Mensch nur an seiner Identität beim Anbieter, nie an der Mailadresse; Rolle und Kontingent bleiben in Nexview. Siehe Anmeldung und OIDC.

Gibt es einen zweiten Faktor?

Einen eigenen noch nicht. Wer ihn will, lässt sich über einen Anmeldedienst anmelden, der ihn selbst verlangt, und schaltet danach die Anmeldung mit Passwort ab. Der Betreiber kommt immer mit seinem Passwort hinein, damit er sich nie aussperrt. Nach mehreren falschen Passwörtern bremst Nexview die Anmeldung und sperrt sie nach zehn für eine Viertelstunde; die Sperre geht von selbst wieder auf.

Läuft Nexview hinter einem Reverse Proxy oder unter einem Unterpfad?

Ja, beides. Für einen Unterpfad genügt eine Zeile, zum Beispiel NEXVIEW_URL_BASE=/nexview; Beispiele für nginx, Caddy, Traefik und den Nginx Proxy Manager stehen unter Hinter einem Proxy. Mit NEXVIEW_CLIENT_IP=proxy sagst du Nexview, dass genau ein Proxy davorsteht; dann zählt es Fehlversuche auch nach Adresse und liest das Schema aus dem Kopf X-Forwarded-Proto, damit Rückkehr-Adressen mit https beginnen. Im Zweifel lässt du die Variable leer, das ist immer sicher.

Was geht nach draußen?

Diese Anfragen stellt dein Server, nicht dein Browser: Titel, Bilder, Besetzungen, Termine und Streaming-Anbieter holt er von TMDB, dazu kommen die Dienste, die du selbst einträgst, also Radarr, Sonarr oder nexcrate, dein Medienserver und die Benachrichtigungsdienste, die du einrichtest. Für die Anmeldung mit Plex fragt er plex.tv. Einmal am Tag sieht er bei GitHub nach einer neueren Fassung, ohne Daten aus Nexview zu schicken; das lässt sich unter „Über Nexview“ abschalten. Trailer spielt dein Browser von YouTube ab. Es gibt keine Telemetrie und keinen Rückkanal zu uns. Mehr auf der Seite Datenschutz.

Grenzen.

Was können Seerr oder Ombi, was Nexview nicht kann?

Ombi kann Musik über Lidarr anfragen, hat eine App im Store und lässt über Anfragen abstimmen; das alles kann Nexview nicht. Für Musik gibt es nexbeat. Seerr und Ombi sind außerdem älter und haben die größere Gemeinschaft, Nexview ist jung und klein. Wenn Anfragen alles sind, was du brauchst, bist du mit Seerr gut bedient. Nexview setzt seine Schwerpunkte davor und danach: Finden, Kinderkonten, Regeln vor der Freigabe, Kontingente nach Speicherplatz und ein Dashboard für den Betreiber. Alle Merkmale nebeneinander stehen im Vergleich.

Gibt es eine App für iPhone und Android?

Nicht im Store. Nexview lässt sich als Web-App auf den Home-Bildschirm legen, samt Push-Meldungen. Die Oberfläche ist auf dem Handy bedienbar.

Woher kommen die Wertungen von IMDb, Rotten Tomatoes und Metacritic?

Nexview erhebt keine eigenen. Im Radarr-Betrieb liefert Radarr sie, und zwar für Filme. Im nexcrate-Betrieb kommen die IMDb-Wertungen von nexcrate; Rotten Tomatoes und Metacritic gibt es dort nur, wenn du in nexcrate einen eigenen OMDb-Schlüssel hinterlegt hast. Siehe Dienste und Bewertungen.

Kann ich von Seerr umziehen, und von Ombi?

Von Seerr ja: Auf der ersten Seite des Einrichtungsassistenten gibt es einen dritten Weg, „Von einer laufenden Seerr-Installation“. Nexview liest sie nur lesend aus, zeigt Bereich für Bereich, was es gefunden hat, und schreibt erst am Ende in einem Zug, was du angehakt hast. Mit kommen Dienste, Konten, Profilbilder und Sperrliste; nicht mit kommen die Anfragehistorie, Passwörter und Merklisten. Der Weg läuft nur in eine leere Installation. Von Ombi gibt es keinen Umzug. Die Schritte stehen im Kapitel Umzug von Seerr.