Der eine Ort, der sagt, was klemmt
Nexview hat rund dreißig Einstellungsseiten. Die Frage „läuft eigentlich alles?“ beantwortete bisher keine davon — man musste sie der Reihe nach durchklicken. Das Dashboard beantwortet sie in zehn Sekunden: was wartet auf jemanden, und was ist kaputt.
Keine einunddreißigste Seite, sondern der Einstieg zu den dreißig
Oben stehen vier Zahlen, die eine Handlung verlangen: Anfragen ohne Entscheidung, laufende Anfragen, offene Tickets, unbeantwortete Rückmeldungen. Darunter die Befunde — und ganz unten drei Knöpfe in die Bereiche, aus denen sie kommen.
Der Zweck ist ausdrücklich nicht, noch eine Seite zu bauen, auf der Dinge stehen. Er ist, die dreißig vorhandenen überflüssig zu machen, solange nichts los ist. Ist etwas los, führt jeder Befund von hier aus genau dorthin, wo man es abstellt.
Für Administratoren, sonst niemanden. Ein Entscheider sieht das Dashboard nicht — Instanz-Zustände und Plattenfüllstände braucht er nicht, um über eine Anfrage zu entscheiden.
Ein Befund ist eine Ausnahme, kein Zustand
Was dauerhaft zutrifft, ist eine Statistik und gehört in die Analyse — nicht in eine Liste, die man täglich ansieht. „Du hast 3505 Filme“ ist wahr und immer wahr, und genau deshalb steht es hier nicht: Eine Liste, in der ständig dasselbe steht, liest nach einer Woche niemand mehr.
Deshalb gilt für jede der zwanzig Prüfungen dieselbe Regel: Trifft sie nicht zu, schweigt sie. Kein „alles in Ordnung“-Haken, keine leere Tabelle, kein Hinweis, dass man doch mal einen Medienserver verbinden könnte. Ist nichts, steht nichts da.
Und jeder Befund nennt die Folge, nicht den Messwert. Nicht „Rückkanal seit 9 Tagen still“, sondern: Nexview erfährt erst verspätet, dass etwas fertig heruntergeladen ist — beim nächsten Rundgang statt sofort. Es funktioniert weiter, nur langsamer. Wer das liest, weiß ohne Vorwissen, ob er heute Abend etwas tun muss.
Nicht „Einstellungen“, sondern Einstellungen → Dienste → Sonarr
Jeder Befund trägt ein Ziel, und das Ziel ist nie eine nackte Seite. Wer auf „Ansehen“ drückt, landet auf dem Reiter, auf dem das Problem sitzt — bei einer hängenden Anfrage auf der gefilterten Liste, bei einem stillen Rückkanal bei genau der Instanz, die schweigt.
Das klingt nach Kleinigkeit und ist der Unterschied zwischen einem Hinweis und einer Hilfe: Ein Verweis, der einen auf einer Übersichtsseite absetzt und suchen lässt, kostet mehr Zeit, als er spart.
Ein Test hält das fest — kein Befund darf auf eine Seite ohne Reiter zeigen. Die Adressen selbst sind dabei bewusst lesbar: ?reiter=dienste&unter=sonarr sagt einem Menschen, wo er landet.
Anfragen, die seit zwei Wochen „suchen“
In der Oberfläche sieht „wird gesucht“ nach Arbeit aus, nicht nach Stillstand. Genau deshalb fällt der häufigste stille Ausfall — Indexer weg, Anfrage liegt seit Wochen — bisher erst auf, wenn sich jemand beschwert.
Nexview zählt mit: Steht eine Anfrage länger als vierzehn Tage auf „wird gesucht“ und liegt dabei nichts in der Warteschlange, ist das kein Suchen mehr. Dann ist es ein Befund.
Die Schwellen sind fest eingebaut und im Quelltext begründet — vierzehn Tage fürs Hängen, drei Tage für eine wartende Freigabe, neunzig Prozent für die Platte. Bewusst keine einunddreißigste Einstellungsseite: Wer diese Zahlen einstellen wollen würde, müsste sie erst einmal erlebt haben.
Zwanzig Prüfungen in sechs Bereichen
Dienste — antwortet die Instanz, seit wann nicht mehr, ist die Fassung alt, kommt der Rückkanal an, meldet Radarr oder Sonarr selbst ein Problem. Deren eigene Meldungen bleiben dabei im englischen Wortlaut stehen: Es ist ihre Aussage, nicht unsere.
Nachschub — was hängt, was wartet auf eine Freigabe, was ist in den letzten sieben Tagen mehrfach fehlgeschlagen, wo braucht die Warteschlange einen Eingriff.
Speicherplatz — wie voll, und wie schnell voller.
Bibliothek — Posten ohne Datei dahinter, zwei Instanzen mit derselben Download-Kategorie, Titel, die seit Monaten niemand mehr angesehen hat.
Abgleich der Quellen — wo Radarr, der Medienserver und Nexviews eigene Bücher auseinandergehen. Ausführlich auf der Seite Statistik & Analyse.
Betrieb — Sicherungen überfällig, Mailversand aufgegeben, Fehler im Protokoll, Diagnose-Stufe versehentlich angelassen, neue Fassung verfügbar.
Drei Teile statt zwei — und wie lange es noch reicht
Der Ring trennt Medien, Sonstiges und Frei. „Belegt gegen frei“ wäre eine Halbwahrheit: Auf derselben Platte liegen Sicherungen, Fotos und das Betriebssystem, und nur „Medien“ lässt sich über Nexview aufräumen. Wer glaubt, er könne 36 TB freiräumen, weil sie als „belegt“ dastehen, wird bitter enttäuscht.
Daneben die Frage, die wirklich zählt: reicht es noch? „Zu 91 Prozent voll“ sagt einem Betreiber, dass er bald etwas tun muss — aber nicht, ob „bald“ nächste Woche oder nächstes Jahr heißt. Nexview misst einmal am Tag und zeichnet daraus eine Kurve.
Solange zu wenige Messpunkte da sind, steht das auch so da: zu früh für eine Kurve, noch zwei Tagesmessungen nötig. Eine Linie aus zwei Punkten wäre kein Wissen, sondern eine Behauptung.
Ein Knopf auf der Startseite
Administratoren bekommen auf der gewohnten Startseite oben rechts einen Knopf Admin-Dashboard; im Menü unter dem eigenen Namen steht derselbe Eintrag, mit einem Abzeichen, sobald ein Befund die Stufe „Fehler“ erreicht.
Alle anderen sehen davon nichts — die Startseite bleibt für sie exakt, wie sie war.
Eine Kachel für Homepage, Homarr und ähnliche
Wer ein Startbrett als Startseite benutzt, bekommt Nexview mit echten Zahlen darauf: offene Freigaben, Befunde nach Schwere, Bibliotheksgröße, Zustand jeder Instanz. Ein Aufruf, eine Antwort:
GET /api/v1/dashboard
Authorization: Bearer nxv_…
Die Adresse liegt unter /api/v1, und das ist eine Zusage: Solange v1 in der Adresse steht, verschwindet aus dieser Antwort nichts. Die Felder stehen einzeln auf der API-Seite, fertige Ausschnitte für Homepage und Homarr in docs/dashboard-tile.md.
⚠️ Der Token muss einem Administrator gehören — Instanz-Zustand und Plattenplatz sind Betreibersache, ein gewöhnliches Konto bekommt hier 403. Der Schalter darf nur lesen begrenzt ihn auf GET, aber lesen darf er dann auch Benutzerliste, Protokoll und Einstellungen. Auf dem eigenen Rechner ist das in Ordnung. Bevor er an einen Bildschirm kommt, an dem andere vorbeilaufen, sollte man kurz nachdenken.